| |
| |
|
|
Sein Werk
|
|
| |
|
|
|
|
|
Aristide Maillol
Kunstmappe
Texte Arno Breker
|
|
|
Herausragend im bildhauerischen Werk von Arno Breker ist die
unverwechselbare Eigenständigkeit und die Zeitlosigkeit in der darstellerischen Kraft des Künstlers.
Verpflichtet einem idealen Menschenbild steht er in der Tradition der antiken und klassischen Kunstauffassung.
So hat er in einem Jahrhundert von zwei Weltkriegen wie kein anderer in allen Epochen die Treue zur Schönheit
und Harmonie in der Bildenden Kunst bewahrt.
"Ich verherrliche den Menschen,
nicht aber ein System",
hielt Breker seinen Kritikern entgegen.
Seine Faszination für die göttliche Schöpfung, den Menschen und die Schönheit wird in seinen
klassischen Werken sichtbar. Die besondere Wertigkeit ist, dass Breker nicht die Antike kopiert. Es sind Menschen
der Zeit, die ihm Modell stehen. So bewahren diese authentischen Werke zugleich die Erinnerung an bestimmte Menschen
der Geschichte. Breker hat bei dem Skulpturen-Zyklus der klassischen Periode den Mann und die Frau nicht geschönt.
Vielmehr hat er sich schöne Menschen als Modell gewählt. So wurde die Körperarchitektur eines idealen
Menschenbildes seiner Epoche im Kunstwerk bewahrt. Dies hat außer Breker kein anderer Bildhauer im XX. Jahrhundert
geschafft.
Bereits nach 1945 wurde der Stil Arno Brekers in Paris, der Weltstadt der Kultur und Kunst, als die Nouvelle Ecole
bezeichnet. Tatsächlich ist Brekers stil nicht neu gewesen. Neu und ausschlaggebend war, dass ein Künstler
gegen die veröffentlichte Meinung seiner Richtung treu geblieben ist. Das machte den jüngeren gegenständlichen
Künstlern Mut. Es brachte aber auch die Bewunderung und Wertschätzung großer Zeitgenossen, die
wegen ihrer abstrakten Kunst der Ismen von Medien bejubelt wurden. Nur wenige von ihnen haben bis heute Bestand.
Eine Stärke in Brekers Werk ist: es bedarf keiner großen Erklärung und kunsthistorischen Interpretation.
Es ist wie beim Betrachten der Bildwerke vergangener Hochkulturen: Man wird berührt – oder bleibt unbeeindruckt.
Dies gilt im gleichen Maße für sein Schaffen als Zeichner, Graphiker und Architekt.
Diese Bereiche sind kein Beiwerk im Oeuvre des Künstlers. Es sind eigenständige Säulen im Gesamtwerk. |
| |
|